Die Synagoge in Wiener Neustadt

Die Synagoge in Wiener Neustadt
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  • Foto aufgenommen in:
    Wiener Neustadt
    Ländername:
    Österreich-Ungarn, vor 1918
Das war die Synagoge in Wiener Neustadt. Sie war sehr groß und sehr schön. Sie wurde 1938 in der Progromnacht zerstört. Meine Eltern, Wilhelm und Johanna Schischa [geb. Friedmann], gingen an den hohen Feiertagen: Pessach, Rosch Hashana und Jom Kippur in die Synagoge. Uns Kindern war langweilig und wir haben im Hof gespielt. Es gab einen Notausgang nach oben zur Stiege, da sind wir dann immer rauf und runter gerannt. 1938 wurden alle jüdischen Frauen und Kinder von Wiener Neustadt und Umgebung versammelt und in dieser Synagoge eingesprrt. Die Leute wurden nach Geld und Schmuck durchsucht, was gefunden wurde, wurde ihnen gestohlen. Frau Gerstl, die Mutter meiner Freundin Trude, wollte nicht unterschreiben, dass sie ihr Haus hergibt, da haben sie sie geschlagen, bis sie unterschrieben hat. Ich habe das alles gesehen.

Interview details

Interviewte(r): Lilli Tauber
Interviewt von:
Tanja Eckstein
Monat des Interviews:
Juli
Jahr des Interviews:
2003
Vienna, Österreich

HAUPTPERSON

Lilli Tauber
Geburtsjahr:
1927
Jahrzehnt der Geburt:
1920
Geburtsort:
Wien
Geburtsland:
Österreich
Beruf
nach dem 2. Weltkrieg:
Retail clerk
Familiennamen
  • Vorheriger Familienname: 
    Schischa
    Jahr der Namensänderung: 
    1953
    Grund der Namensänderung: 
    Heirat
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