Armin Wertheim bei der k. u. k. Armee

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  • Ländername:
    Österreich-Ungarn, vor 1918

Das ist ein Foto von meinem Onkel Armin Wertheim als Offizier der k.u.k Armee, aufgenommen um 1900 in Ungarn.

Mein Onkel Armin war der älteste Sohn und bestimmt fünfzehn Jahre älter als meine Mutter und wurde ungefähr 1878 geboren. Nach der Matura rückte er zur k. u. k. Armee ein und wurde für die Offiziersschule ausgewählt.

Mein Großvater war so stolz auf seinen Sohn, dass er zu ihm fuhr und eigenhändig den Offizierssäbel überbrachte.

Während der bosnischen Okkupation auf dem Balkan wurde mein Onkel Armin durch einen Bauchschuss in einem Maisfeld verwundet.

Onkel Armin wurde nach seinem Militärdienst Bankdirektor in Sasd und war mit Elisabeth, Bözsi genannt, verheiratet.

Sie hatten einen Sohn, Gyuri, der ungefähr 1911 geboren wurde. Bis zu seiner Pensionierung lebte Onkel Armin mit seiner Familie in Sasd. Dann zogen sie nach Budapest.

Zu dieser Zeit war Gyuri noch ein Schüler. Er absolvierte die Matura und die Handelsoberschule.

Als es Ende der 30er Jahre in Budapest für einen Juden schwer wurde Arbeit zu finden, nahmen meine Mutter und ich Gyuri in unserem Geschäft auf.

Onkel Armin, Tante Bözsi und Gyuri überlebten das Ghetto in Budapest und blieben nach dem Krieg in Ungarn. Gyuri war mit Marika verheiratet und arbeitete in einer Fabrik als Kontrolleur.
Die Ehe blieb kinderlos.

Interview details

Interviewte(r): Anton Fischer
Interviewt von:
Tanja Eckstein
Monat des Interviews:
Februar
Jahr des Interviews:
2004
Wien, Österreich

HAUPTPERSON

Armin Wertheim
Geburtsjahr:
1878
Geburtsort:
Paks
Todesort:
Budapest
Gestorben:
after WW II
Beruf
Vor dem 2. Weltkrieg:
Beamter
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