Anton Fischer in Budapest in der Volksschule

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  • Foto aufgenommen in:
    Budapest
    Jahr:
    1927
    Ländername:
    Österreich-Ungarn 1918-1938
    Name des Landes heute:
    Ungarn

Das bin ich in der Jüdischen Volkschule in Budapest in der Vesselenyi utca, Ecke Ring, im 7. Bezirk.

Auch heute ist sie noch eine jüdische Schule. Ich sitze in der ersten Reihe und bin der vierte von rechts. Das Foto wurde im Jahr 1927 aufgenommen.

Meine Eltern waren immer im Geschäft beschäftigt, aber ich fühlte mich nicht vernachlässigt, ich war ein sehr behütetes Kind.

Ich hatte immer ein Kinderfräulein, das mit mir ein Zimmer teilte und sich um mich kümmerte. Gegessen haben wir aber immer gemeinsam, zusammen mit meinen Eltern.

Dieses Kinderfräulein sprach Deutsch mit mir und dadurch erlernte ich die deutsche Sprache. Später hatte ich einige Hauslehrer, weil ich nie ein sehr guter Schüler war und Nachhilfeunterricht bekam.

Solange mein Vater lebte, verbrachte ich die Sommer in Pincehely bei der Schwester meiner Mutter, meiner Tante Rosa und dem Onkel Josef Mandl.

In Pincehely lebten zehn jüdische Familien und ich spielte mit den Kindern dieser Familien und auch mit den anderen Kindern.

Eingeschult wurde ich in die Jüdische Volkschule in Budapest. Diese Schule befand sich in der Veselenyi utca, Ecke Ring, im 7. Bezirk. Auch heute ist sie noch eine jüdische Schule.

Nach vier Jahren erfolgreichem Lernen kam ich aufs Barcsai Gymnasium, auch im 7. Bezirk.

Interview details

Interviewte(r): Anton Fischer
Interviewt von:
Tanja Eckstein
Monat des Interviews:
Februar
Jahr des Interviews:
2004
Wien, Österreich

HAUPTPERSON

Anton Fischer
Geburtsjahr:
1920
Jahrzehnt der Geburt:
1920
Geburtsort:
Budapest
Geburtsland:
Österreich-Ungarn 1918-1938
Todesjahr:
2014
Beruf
nach dem 2. Weltkrieg:
Geschäftsmann, Einzelhändler

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