Max und Franziska Landau nach dem Holocaust in Wien

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Das sind meine Eltern nach dem Krieg in Wien. ?Nicht einmal sterben will ich in Österreich?, hatte mein Vater gesagt. Er hatte Österreich geliebt, diese große Liebe war während der Zeit des Holocaust in Hass umgeschlagen. Nach unserer Emigrationszeit in Shanghai wollten mein Bruder und ich nach Palästina. So fuhr also die ganze Familie nach Palästina. Mein Vater konnte in Palästina nicht als Verkäufer arbeiten, da er kein Wort Hebräisch sprach, aber er konnte sehr gut Schilder malen. Also wurde er Schildermaler. Die Leute wollten aber oft nicht den vorher ausgehandelten Preis für seine Schilder zahlen. Er verstand das nicht, er sprach die Sprache nicht, er vertrug das Klima nicht und bekam Herzbeschwerden. Meiner Mutter ging es gut, sie hatte keine Beschwerden. Da mein Vater unglücklich war, verließen meine Eltern mit meinem Bruder Israel im Jahre 1950 und fuhren zurück nach Wien. Fluchend und schimpfend kam mein Vater zurück.

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Interviewee

Erwin Landau