Max Landau

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Das ist mein Vater als junger Mann. Mein Vater war zu Beginn des 1.Weltkrieges 15 Jahre alt und wollte unbedingt etwas für sein Vaterland tun. Seine Mutter kam als junge Frau aus der Bukowina, und sie war in Wien gut aufgenommen worden, und auf diese Art und Weise wollte er sich bedanken. Sein Bruder David war um die Jahrhundertwende Berufssoldat geworden, und auch der sagte zu meinem Vater: ?Du bist doch ein junger Mann, bist schon 15 Jahre alt und kannst etwas tun.? Da meldete sich mein Vater freiwillig zur Armee. Natürlich wiesen sie ihn ab, aber ein Jahr später sagten sie: ?Wenn du unbedingt etwas tun willst junger Mann, dann kannst du in der Munitionsfabrik Wöllersdorf arbeiten.? Vor Kriegsende flog die Munitionsfabrik in die Luft, da gab es 30 oder 40 Tote und an die hundert Schwerverletzten - einer davon war mein Vater. Er lag monatelang im Spital zwischen Leben und Tod. Darum glaubte er auch, als der Hitler kam, dass ihm nichts passieren würde, denn er hatte doch sein Blut im 1. Weltkrieg gegeben.
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Interviewee

Erwin Landau