Sylvia Segenreich im Hoffmann Lyzeum Czernowitz

Sylvia Segenreich im Hoffmann Lyzeum Czernowitz

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Ich glaube, das ist ein Foto von der dritten Mittelschulklasse, denn da tragen wir schon Schuluniformen. Das waren alles meine Mitschülerinnen, das war alles eine Klasse. Da war die Sidonie Schreier, sie hat nach dem Krieg nach Deutschland geheiratet. Sie ist die Vierte unten von rechts. Sie war sogar in Wien, aber ich habe schon lange den Kontakt zu ihr verloren. Dann war da eine Segenreich, eine Cousine meines Mannes, aber damals habe ich meinen Mann noch nicht gekannt. Dann ist da die Esti Singer, dann die Markowitsch. Ich weiß, sie haben den Krieg überlebt. Jetzt fallen mir die Namen wieder ein. Dann war da die Semmelweiss, das war so eine kleine Blonde und die Gisela Beutel. Das ist die Fünfte von rechts, untere Reihe. In der zweiten Reihe von oben, ganz links, das war die Feder. Und in der obersten Reihe, die Dritte von links, das war meine beste Freundin Alma Rosenzweig. Sie hat auch überlebt und nach dem Krieg in Israel gelebt. In meiner Klasse waren 54 Mädels, davon waren 51 Jüdinnen. Damals waren das Riesenklassen! Es gab viele Anwärter auf die Schulen, und weil man Schulgeld zahlen musste, wurde in die Klassen soviel reingestopft, wie es nur ging. Wir hatten dreierlei kleine Bänke, aber wir hatten nicht das Gefühl, dass wir zu viele Kinder in der Klasse sind. Es hat alles funktioniert.
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Interviewee

Sylvia Segenreich