Opferausweis innen

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Das ist die Innenansicht meines Opferausweises. Ich habe ihn erst spät beantragt .

Ein Bekannter der Familie, der Anwalt Dr. Weidenfeld, hat ihn mir besorgt, denn ich habe gar nicht gewußt, dass es so etwas wie einen Opferausweis gibt. Durch diesen Ausweis habe ich einige Vergünstigungen.

Ich kam im August 1947 mit meinem späteren Ehemann Hans nach Wien zurück. Wir kamen direkt aus Shanghai, und ich kann sagen, dass die Fahrt bei G´tt nicht angenehm war. I

ch habe gewusst, dass es hier Antisemitismus gibt, weil es ihn immer gegeben hat. Aber es gibt ihn überall, ich weiß zwar nicht warum, aber es gibt ihn bestimmt überall.

Ich würde nicht sagen, dass es Heimatgefühl war, weswegen ich zurückgekommen bin, es war irgendwie auch die deutsche Sprache.

Interviewee

Liselotte Albin