Bernhard Teller am Donaukanal in Wien

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Das ist mein Vater Bernhard Teller im Sommer 1938 am Donaukanal.

Ich weiß die Jahreszahl deshalb so genau, weil wir nach dem Einmarsch der Deutschen sehr oft am Donaukanal waren, weil viele öffentliche Parks für uns verboten waren.

Meinen Vater habe ich vergöttert. Er war gescheit, und er war gütig. Sonntagvormittags gingen wir Kinder immer mit dem Papa spazieren, weil das Essen vorbereitet wurde und wir dabei gestört hätten.

Als wir noch im 20. Bezirk wohnten, gingen wir auf der Rossauer Lände spazieren, und während des Spaziergangs übte mein Vater mit mir das Einmaleins.

Er erklärte es mir so logisch, dass es auf einmal leicht wurde. Er konnte vieles sehr gut erklären, ich glaube, er wäre ein sehr guter Lehrer gewesen.

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Interviewee

Edith Brickell