Hochzeit Landesmann

Hochzeit Landesmann

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Das ist unsere Hochzeit [von Robert und Edith Landesmann].
Wie ich im Jahre 1938 nach Palästina gekommen bin, habe ich sofort Verbindungen gehabt ,und ich war in der Hagana [jüdische Selbstverteidigungarmee] sehr aktiv.
Es war für uns Jugendliche, die heruntergekommen sind, ganz normal, daß wir der Hagana sofort beigetreten sind.
Ich war sehr aktiv in der Hagana, zwischen den Jahren 1936-39 waren die so genannten arabischen Unruhen in Palästina, und wie der Weltkrieg dann ausgebrochen ist, da gab es verschiedene Aufträge an uns. Dann ist ein Order von der Hagana gekommen: 'Geh weg von der Polizei und melde dich zum englischen Militär.'. Und da hab ich mich dann zum englischen Militär gemeldet und war ein englischer Soldat: in Palästina, in Ägypten, und dann wurde ich im Jahre 1943 verwundet.
Inzwischen hatte ich schon meine Frau kennen gelernt; sie war die Schwester meines besten Freundes. Wir haben in Palästina geheiratet, und ich wollte meine Hochzeitsreise nach Brasilien machen, um meine Eltern und meine Verwandten zu sehen , und vor allem wollte ich, daß meine Frau meine Eltern kennen lernt.
Es war 1946, wir sind über Marseille gefahren und waren auch in Paris. Und in Paris haben Verwandte meiner Gattin aus Mähren - meine Frau ist aus Brünn, Tschechoslowakei - angerufen: ?Wenn du schon in Europa bist, komm uns besuchen.?. Also sind wir von Paris nach Prag und Brünn geflogen. Sie hat dort drei Tanten gehabt, die haben wir besucht
Meine Frau war dann auch beim israelischen Militär, sie war im Hauptquartier, und ich war Sicherheitsoffizier für einen Distrikt. Meine Frau war im achten Monat schwanger, als sie entlassen wurde. Dann ist unser erster Sohn zur Welt gekommen.

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Interviewee

Robert Landesmann