Alexander Rosenzweig

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Das ist mein Vater. Den Bart ließ er sich erst kurz vor 1938 abnehmen. Ich habe ihn mit Schnurrbart in Erinnerung. Dieses Foto schickte meine Mutter meinem Vater ins KZ Dachau, damit er es unterschreibt. Meine Mutter hat sich um eine Fluchtmöglichkeit für uns bemüht, und wir wären zusammen wahrscheinlich nach Schanghai geflohen, denn sie hat meinem Vater ins KZ Dachau dieses Foto für seinen Pass oder für sein Visum nach Schanghai geschickt, damit er es unterschreibt. Das Foto hat er auch unterschrieben zurückgeschickt, denn durch ein Visum wäre er entlassen worden. Ich glaube, am 23. oder 24. Dezember 1938, versuchten einige Häftlinge aus dem KZ Dachau zu fliehen. Daraufhin war ein überlanger Zählappell, bis man die Entflohenen eingefangen hatte. Es war kalt und mein Vater bekam eine Lungenentzündung und starb am 2. Januar 1939 an den Folgen.

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Interviewee

Paul Rona