Clara Winternitz, ihre Schwester Helene und Hauspersonal

Meine Mutter Clara und ihre Schwester Helene, verheiratete Goldberger, sind auf dem Foto mit dem Hauspersonal zu sehen.

Helene war die Ältere, ich denke, sie war mindestens sechs Jahre älter, als meine Mutter.

Meine Mutter und meine Tante gingen in Wien in die Schule, zum Teil hatten sie aber auch Privatunterricht zu Hause.

Sie beendeten die Schulzeit mit der Matura.

Mein Großvater war Zuckerbäcker, sie waren eine wohlhabende Familie.

Sophie Hirn als Baby mit ihrer Großmutter Irene Winternitz und ihrem Cousin Leopold Engler

Das bin ich und mein Cousin Leopold mit unserer Großmutter Irene Winternitz.

Als mein Großvater, der Zuckerbäcker Paul Winternitz, starb, musste die Großmutter keine Not leiden, denn sie besaß Häuser und es war sicherlich auch genügend Geld da.

Als meine Mutter heiratete, sagte meine Großmutter: ‘Na ihr bleibt’s da, ist eh genug Platz in der großen Wohnung.’

Meine Mutter hat sehr gelitten, weil die Großmutter immer dirigiert hat, meine Mutter hatte nichts zu reden, sie durfte nicht einmal kochen.

Sophie Hirn mit ihrer Tante Rosa Spitzer in Kaltenleutgeben

Das ist in Kaltenleutgeben im Emilienhof, dem Haus, das meinen Eltern gehörte.

Tante Rosa , die älteste Schwester meines Vaters, mißt ab, wie groß der Kopf meiner Puppe ist, für die ich eine Mütze stricke.

Ich habe sehr früh mit dem Stricken begonnen, vielleicht, weil ich so viele Tanten hatte, die es mir beigebracht haben.

Tante Rosa war verheiratet mit Gustav Spitzer, der starb vor 1938.

Sie flüchtete aus Wien mit ihrer Tochter Tilde, deren Mann Paul Fein und dem Sohn Gustl nach Australien und dann nach Südamerika.

Dr. Richard und Clara Engler und Helene Goldberger während eines Ausflugs

Das sind mein Vater der Rechtsanwalt Dr. Richard Engler, meine Tante Helene Goldberger und meine Mutter Clara, während eines Ausflugs mit dem ‘Steyrer Baby’, das meinem Onkel Ernst Goldberger und meiner Tante Helene gehört hat.

Als meine Mutter heiratete, sagte meine Großmutter: Ihr bleibt’s da, ist eh genug Platz in der großen Wohnung.’

Meine Mutter war sehr temperamentvoll, sehr humorvoll und warmherzig.

Ich glaube, meine Eltern haben sich sehr geliebt.

Familie Engler und die Großmutter Irene Winternitz

Das ist ein Familientreffen im Jahre 1933 in unserer Wohnung in der Wallensteinstraße, im 20. Wiener Gemeindebezirk.

Es gab viele von diesen Treffen. Im Hintergrund ist ein Gemälde zu sehen, das zeigt meine Mutter als Kind.

Die Familie war sehr viel zusammen, es war ein sehr inniges Verhältnis, sowohl mit der mütterlichen als auch mit der väterlichen Seite.

Obere Reihe rechts beginnend: Albert Engler und seine Tochter Marianne, meine Mutter Clara Engler, mein Vater Dr. Richard Engler, sein Bruder Hans Engler.

Sophie Hirn in Wien mit Kindern ihrer Volksschulklasse

Das bin ich mit Kindern meiner Volksschulklasse.

Bis 1938 ging ich in die Volksschule im 20. Wiener Gemeindebezirk in der Treustraße.

Fast die Hälfte der Kinder in der Klasse waren jüdisch.

Wenn mich mein Vater aus der Schule abgeholt hat, dann ist immer die ganze Klasse zusammengelaufen, weil sie alle meinen Vater so gern hatten und er dann manchmal die ganze Klasse in die Konditorei ausgeführt hat.

Clara Engler

Das ist meine Mutter.

Sie fand nach der Rückkehr aus der Emigration aus England viele alte Bekannte, und sie hat sich nach dem Krieg in Wien sehr wohl gefühlt.

Sie arbeitete als Buchhändlerin bis 1960 in der Buchhandlung ‘Das Internationale Buch’.

Danach arbeitete sie in der Bezirksleitung der KPÖ [Kommunistischen Partei Österreichs].

Die Kommunisten in Österreich waren die einzigen, die wirklich gegen die Nazis waren.

Sie hatten schwere Verluste, das muss man anerkennen.

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