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English

Alice Granierer

Wien, Österreich

Alice Granierer 
Wien 
Österreich 
Name des Interviewers: Arthur Schnarch 
Datum des Interviews: Februar 2002 

 

Alice Granierer ist eine schlanke und sehr quirlige 73-jährige Frau.

Sie empfängt mich mit ihrem Mann in ihrer Innenstadtwohnung sehr herzlich und bietet mir auch bald darauf in ihrer unprätentiösen Art das Du-Wort an.

Sie erzählt sehr flüssig und schmückt alles mit vielen kleinen Anekdoten aus und hat sichtlich Spaß dabei.

 

 

Stadt: 
Wien

Hannah Fischer

Wien, Österreich

Hannah FischerWienÖsterreichDatum des Interviews: Juli 2004 Name des Interviewers: Tanja Eckstein

Dr. Hannah Fischer ist eine Frau, die ihre Lebensziele mit großer Energie verfolgt. Gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Rafael Erwin wuchs sie in einer sehr ungewöhnlichen Familie auf.

Der Vater war Rabbiner, die Mutter war Journalistin und stand der Kommunistischen Partei sehr nahe.

Das prägte ihr Leben genauso wie die zweijährige Ausbildung als Kindergärtnerin bei Anna Freud, der Tochter Sigmund Freuds, während ihrer Emigration in London.

Stadt: 
Wien

Hannah Fischer

Vienna, Österreich

Hannah Fischer
Vienna
Austria
Date of Interview: July 2004
Name of Interviewer: Tanja Eckstein

Dr. Hanna Fischer is a woman that pursues her life’s goals with great energy. She and her twin brother Rafael Erwin grew up in a very unusual family. Their father was a rabbi and their mother a journalist with close ties to the Communist Party.

Stadt: 
Vienna

Gerda Feldsberg

Wien, Österreich

Gerda Feldsberg
Wien
Österreich
Interviewer: Tanja Eckstein
Datum des Interviews: Mai 2003

Gerda Feldsberg empfängt mich in ihrer modern eingerichteten und gemütlichen Wohnung im 2. Wiener Gemeindebezirk. Seit ungefähr einem Jahr hat sie ein großes Problem: sie muss oft nach den einfachsten Wörtern suchen.

Sie hat sich deswegen genau untersuchen lassen und es besteht der Verdacht, dass diese, für sie sehr unangenehme Erscheinung, eine Spätfolge ihrer Emigration ist.

Stadt: 
Wien

Thomas Dombrowskis Bar Mitzwa Feier

Mein Sohn Thomas feierte 1973 im Kreise der Familie in Wien die Bar Mitzwa [Aufnahme in die jüdische Gemeinde im Alter von 13 Jahren mit allen Rechten und Pflichten].

Thomas hat in Wien das Akademische Gymnasium besucht und Musikwissenschaft und Judaistik in Wien studiert.

Nach dem Studium arbeitete er einige Zeit als Musikkritiker beim ‘Kurier’ [Tageszeitung] und seit 1989 ist er in der Computerbranche tätig.

Mein Sohn hat drei Enkelkinder, die in einem jüdischen Haushalt aufwachsen.

Julius Chaimowiczs Eltern Miriam und Salomon Chaimowicz 1952/53 in Wien mit ihrem zweiten Auto und Hund (rechts daneben eine Nachbarin)

Das sind meine Eltern, Miriam, geborene Spritzer, und Salomon Chaimowicz mit ihrem Hund und ihrem zweitem Auto in Wien 1952/53.

Mein Vater, Salomon Chaimowicz, wurde am 11.3.1900 in dem Ort Sebes-Vysni, geboren. Als er dreieinhalb Jahre alt war, ist sein Vater an einer Blutvergiftung gestorben.

Mein Vater hat das Kaddisch sagen müssen. Sein Großvater hat ihn in der Früh zum Friedhof geschleppt. Daran konnte er sich noch erinnern. 1931 haben meine Eltern geheiratet.

Leopold and Franziska Brodmann during a trip with Grandma Goldstaub and my uncles Artur and Emanuel

From left to right:

My parents, Leopold and Franziska Brodmann, three maids, my grandmother Etl Goldstaub, my uncle Artur Goldstaub, two friends, and my uncle Emanuel Goldstaub.

My grandmother Etl Goldstaub worked at my grandfather’s antiques store at 10 Landesgerichtsstraße. She sold expensive items and paintings.

My grandfather used to go to the countryside in order to search basements and attics for antiques. My grandmother spoke Yiddish.

Franziska and Kurt Brodmann

That’s me as a small child, together with my mother. I was probably three years old. We went to a photographer, because we wanted to surprise my father with nice pictures.

Even though my parents had a difficult relationship, I had a carefree childhood. We were not rich, because my father earned his money as a shoes salesman.

He worked for a Jewish manufacturer. He was very diligent; he brought in a lot of orders. But they often delivered two left or two right shoes to him.

Leopold and Franziska Brodmann together with friends at the Danube river in Vienna after the war

That’s my parents, Leopold and Franziska Brodmann, together with friends at the Danube river in Vienna after the war.

For ten years, I hadn’t heard anything from my parents. I knew that they were in Shanghai, but I didn’t receive any letters.

It wasn’t possible; we were at war. They returned to Vienna in 1947; I went back in 1954.

My father, who was still relatively young, went back to working as a sales representative for the textile industry.

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