Manfred, Miriam, Eduard und Rudolf Wonsch

Obrázek
Dieses Foto ist entstanden, nachdem wir - meine Mutter Miriam, mein Vater Eduard, mein Bruder Rudolf und ich - aus dem aus dem KZ Ferramonti di Tarsia, in Italien, befreit wurden und wieder zusammen waren. Mitte Juli 1943 war die Invasion der Alliierten auf Sizilien, und im Herbst 1943 war Italien vom Faschismus befreit. Die Italiener wechselten die Seite und kämpften nun mit den alliierten Truppen gegen Hitler. Das Lager Ferramonti di Tarsia wurde befreit, und ich habe den ersten Farbigen in meinem Leben gesehen. Ich war elf Jahre alt und unterernährt. Ich konnte mit eigener Kraft gar nicht mehr gehen, sie haben mich mit einem Wagerl geführt. Die Amerikaner haben Dosen mit Lebensmitteln verteilt, aber wir haben sie nicht gegessen. Manche haben sich drüber gestürzt, und denen ist es nachher noch schlechter gegangen. Der Stacheldrahtzaum wurde abmontiert, und es wurde gesagt, dass es in Rom ein Auffanglager gibt. In dem Lager in Rom haben wir bis Oktober 1945 gelebt. Dann hat mein Vater gesagt: ?Wir müssen schauen, dass wir nach Wien kommen.'

Interviewee

Manfred Wonsch

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