Languages: 
English

Maximilian Horsky

Das ist mein Mann Maximilian. Dieses Foto wurde nach der Befreiung 1945 in Budapest aufgenommen.

Vor dem Krieg war mein Mann Vater eines Sohnes und einer Tochter.

Er war Kaufmann und besaß in Ungvar Uzhorod [Ukraine] ein Geschäft für Getreidehandel mit eigenen Dreschmaschinen.

Außerdem hatte er mit Rapsöl gehandelt. Seine Frau und seine Kinder haben den Holocaust nicht überlebt.

Nach dem Krieg habe ich ihn in Karlsbad [Tschechien], im Hotel Pupp, kennen gelernt. Er war 15 Jahre älter als ich.

Elisabeth Wertheim

Das ist meine Großmutter mütterlicherseits Elisabeth Wertheim, Betti genannt, und sie war eine geborenen Grünhut.

Wann sie geboren wurde, weiß ich nicht, aber sie war jünger als der Großpapa Vilmos Wertheim. Dieses Foto wurde in den 30er Jahren im Fotostudio Tumpek Mihaly in Paks aufgenommen.

Meine Großmutter war eine liebe Frau, sie hat einem jeden geholfen, war eine gute Mutter und die ganze Familie liebte sie sehr.

Anton Fischer auf einem Maturafest

Das ist ein Maturabild aus dem Jahre 1938, aufgenommen in Budapest. Auf diesem Bild sind aber nur die Juden aus meiner Klasse zu sehen.

Zu dieser Zeit wurde schon ein großer Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden gemacht.

Das war keine jüdische Schule, das war eine obere Handelsschule, und die Juden waren in einer Extraklasse.

Der mit den großen Ohren, der zweite von links sitzend, das bin ich.

Anton Fischer in Budapest in der Volksschule

Das bin ich in der Jüdischen Volkschule in Budapest in der Vesselenyi utca, Ecke Ring, im 7. Bezirk.

Auch heute ist sie noch eine jüdische Schule. Ich sitze in der ersten Reihe und bin der vierte von rechts. Das Foto wurde im Jahr 1927 aufgenommen.

Meine Eltern waren immer im Geschäft beschäftigt, aber ich fühlte mich nicht vernachlässigt, ich war ein sehr behütetes Kind.

Ich hatte immer ein Kinderfräulein, das mit mir ein Zimmer teilte und sich um mich kümmerte. Gegessen haben wir aber immer gemeinsam, zusammen mit meinen Eltern.

Anton Fischer mit seiner Schulklasse im Gymnasium in Budapest

Das bin ich im Gymnasium Barcsai utca mit meinen Schulkameraden. Ich bin 13 Jahre alt und in der zweiten Reihe der fünfte von links. Das Foto wurde 1933 in Budapest aufgenommen.

Ich hatte immer einige Hauslehrer, weil ich nie ein sehr guter Schüler war und Nachhilfeunterricht bekam. Eingeschult wurde ich in die Jüdische Volkschule in Budapest.

Diese Schule befand sich in der Veselenyi utca, Ecke Ring, im 7. Bezirk. Auch heute ist sie noch eine jüdische Schule. Nach vier Jahren erfolgreichem Lernen kam ich aufs Barcsai Gymnasium, auch im 7. Bezirk.

Eine Feier der Familie Anton Fischers väterlicherseits in Budapest

Das war zu einer Geburtstagsfeier meiner Großeltern Fischer.

Das Foto wurde vor ihrem Haus in Budapest aufgenommen. Vielleicht war es der 70. Geburtstag von meinem Großvater väterlicherseits oder ein Hochzeitstag der Großeltern. Das wird im Jahre 1923 gewesen sein.

Oberste Reihe von links nach rechts:

Anton Fischers Familie

Das sind meine Großeltern mütterlicherseits mit ihren sieben Kindern im Garten ihres Hauses in Paks im Jahr 1893. Ich beginne von links:

der kleine Junge ist mein Onkel Josef Wertheim. Er wurde 1889 in Paks geboren.

Auf dem Schoß meiner Großmutter Elisabeth Wertheim, geborene Grünhut liegt meine Mutter Rene Fischer, geborene Wertheim, die das jüngste Kind war. Sie wurde 1893 in Paks geboren.

Rene Fischer vor ihrem Juweliergeschäft

Das ist meine Mutter Rene Fischer, geborene Wertheim, im Jahre 1938 vor unserem Juweliergeschäft in Budapest.

Als mein Vater 1934 starb, war das sehr schwer für meine Mutter. Ein Kollege meines Vaters kam und sagte zu mir: ‚Du bist jetzt der Mann in der Familie.' Aber das stimmte nicht, weil meine Mutter so stark war.

1944 flohen meine Mutter und ich zusammen nach Palästina, wo sie bis zu unserer Rückkehr nach Budapest Ende 1946 als Putzfrau und Köchin arbeiten mußte, da wir völlig verarmt in Palästina ankamen.

Anton Fischer während des Militärdienstes

Das bin ich als Jude im Arbeitsdienst bei der ungarischen Armee mit gelber Binde in den 40er Jahren.

Nach der Matura absolvierte ich einen Uhrmacher-und Goldschmiedelehrgang und legte die Gesellenprüfung ab.

Danach wollte ich auf der Wirtschaftsuniversität studieren, war schon angemeldet, musste aber kurz darauf einrücken.

Das war 1940. Ich unternahm alles, um vom Militärdienst befreit zu werden, aber ich wurde nicht befreit.

Unter uns waren solche, die zwölf Dioptrien Augengläser hatten oder hinkten, auch die wurden einberufen.

Anton Fischer während des Militärdienstes

Das bin ich während meines Militärdienstes in Ungarn. Das Foto wurde 1940 in Budapest aufgenommen.

Nach der Matura absolvierte ich einen Uhrmacher-und Goldschmiedelehrgang und legte die Gesellenprüfung ab.

Danach wollte ich auf der Wirtschaftsuniversität studieren, war schon angemeldet, musste aber kurz darauf einrücken.

Das war 1940. Ich unternahm alles, um vom Militärdienst befreit zu werden, aber ich wurde nicht befreit.

Unter uns waren solche, die zwölf Dioptrien Augengläser hatten oder hinkten, auch die wurden einberufen.

Pages

Subscribe to RSS - Hungary
glqxz9283 sfy39587stf02 mnesdcuix8
glqxz9283 sfy39587stf03 mnesdcuix8