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Salomon Geduldig

Das ist mein Onkel Salomon. Eingetragen ist er unter dem Namen Zacharias, aber er hieß auch Salomon. Es gibt eine große Familienähnlichkeit zwischen meinem Vater und seinen Brüdern.

Mein Onkel Salomon, sein Geburtsname war Zacharias, der Bruder meines Vaters, ist am 7. Mai 1865 in Krakau geboren. Er war mit Franziska Helene Pollak verheiratet.

Er war Goldarbeiter und hatte in Wien eine Werkstatt in der Blumauer Gasse 20, im 2. Bezirk, in der er für das Juweliergeschäft seines Bruders Leo Geduldig gearbeitet hat.

Familienausflug in der Umgebung von Bad Gastein

Dieses Foto wurde zwischen Bad Gastein und Bad Bruck aufgenommen.

Meine Familie ist auf einem Spaziergang. Von links nach rechts: Den ersten Mann kenne ich nicht. Neben dem fremden Mann steht der Joseph Geduldig, der Cousin meines Vaters.

Hinter ihm steht meine Mutti Regina Geduldig. Ich bin das kleine Mädchen vorn, und hinter mir steht der Heinrich Geduldig, der Bruder vom Joseph. Mein Papa

Roman Abraham ist der große Mann im hellen Anzug ganz hinten. Wer der ganz rechts neben meinem Papa stehende Mann ist, weiß ich nicht.

Irene Bartz

Wien, Austria

Irene Bartz
Wien
Österreich
Datum des Interviews: Juli 2005/März 2008
Name des Interviewers: Tanja Eckstein

Irene Bartz empfängt mich in ihrer modern eingerichteten Zweizimmerwohnung im 9. Wiener Gemeindebezirk.

Ich habe sie viele Jahre früher einmal in einer Innenstadtbuchhandlung gesehen und erinnere mich sofort an ihre elegante und aufrechte Haltung.

Diese Haltung, äußerlich wie innerlich, hat sie ihr Leben lang, trotz ihrer unglaublich tragischen Biografie, bewahrt.

Country: 
City: 
Wien

Max Back bei der Wiener Polizei

Das ist mein Stiefvater Max Back mit seinen Kollegen bei der Wiener Polizei, der er bis 1934 angehörte.

Es dürfte innerhalb der Polizei eine eigene Einheit für das Rathaus gewesen sein, aber außerdem war der Max Back im Schutzbund organisiert.

Der Bürgerkrieg 1934 in Österreich hatte zur Folge, dass er in dieser Zeit sehr beansprucht war und einige Zeit untertauchen musste.

Dadurch hat er seinen Job verloren. 1936 war Max Back arbeitslos wie so viele, bekam dann aber Arbeit in einer zionistischen Organisation.

Paul Back mit seinen Eltern Miriam und Leo Hochbaum

Das bin ich mit meiner Mutter Miriam und meinem Vater Leo Hochbaum.

Meine Eltern haben 1926 geheiratet. Mein Vater Leo Hochbaum war Bankbeamter.

Wir wohnten zusammen im 3. Bezirk, in Erdberg. Seltsamerweise habe ich außer diesem Foto von meinem Vater kaum irgendwelche Erinnerungen an ihn, das alleine ist doch schon bezeichnend. Er dürfte sich wenig zu Hause aufgehalten haben.

Es ist ja auch kein Zufall, daß sich meine Mutter im Jahre 1935 scheiden liess, also nach zehn Jahren Ehe. Er dürfte sich viel zu wenig mit seiner Familie beschäftigt haben.

Max Back an der Alten Donau

Das ist mein Stiefvater Max Back in der Alten Donau.

Mein Stiefvater war bis 1934 in Wien bei der Polizei. Die Polizei hatte für ihre Mitarbeiter an der Alten Donau ein Wochenend Schutzhaus, in dem auch meine Mutter und ich unsere Freizeit verbrigen durften.

Die Familie Back war aus der Slowakei, aus Nitra. Max Back war zuerst ein guter Freund meiner Mutter. Mit ihm ging sie sehr viel aus.

Max Back trat an die Stelle meines leiblichen Vaters, in dem er sehr oft bei uns war, mit uns wegging.

Miriam Hochbaum vor der Emigration auf einem Umschulungskurs

Das ist meine Mutter während eines Friseurkurses im Jahre 1938.

Meine Mutter hat, da sie keine andere Möglichkeit für uns sah als die Emigration, die Möglichkeit wahrgenommen, an einem Friseur Umschulungskurs teilzunehmen.

Von diesen Kursen gab es verschiedene, und sie waren extra dafür eingerichtet, Menschen in Berufe einzuschulen, die es erleichtern sollten, in dem neuen Land arbeiten zu können. Sie hat aber später nie den Beruf einer Friseuse ausgeübt.

Lea Seliger im Kreise ihrer Freundinnen in Wien

Das ist Lea, die älteste Schwester meiner Mutter.

Gelebt hat sie mit ihrem Mann Heinrich Seliger und ihrem Sohn Fritz in Ottakring [Anm. 16. Bezirk] in einem gutbürgerlichem Haus in gutem Einvernehmen mit den anderen Hausbewohnern.

Sie lebten sehr traditionell mit streng koscherem Haushalt und engen Beziehungen zu jüdischen Einrichtungen.

Der Kantor der jüdischen Gemeinde ging bei ihnen ein und aus.

Die Nachbarn haben das akzeptiert, und sie haben einen sehr guten Umgang miteinander gepflegt.

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