Minka und Rudolf Mandl mit ihren Söhnen Zsigmond und Laszlo Mandl

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Das ist die Schwester meiner Mutter, Tante Minka Mandl, geborene Wertheim, mit ihrem Ehemann Rudolf Mandl und den Söhnen Zsigmond oder Zsiga und Laszlo oder Laci. Das Foto wurde 1932 in Paks aufgenommen.

Rudolf Mandl war Pächter eines sehr großen Besitzes im Komitat Zalaigrice. Das war kleiner als ein Dorf, es gab eine Kirche und einige wenige Häuser in dem Ort.

In Ungarn nennt man das Puszta. Oft waren Juden Pächter von großen Besitzungen und sie wurden als Pächter gern gesehen.

Als im Jahre 1944 die Deportation der ungarischen Juden begannen, war Onkel Rudi bereits tot, er starb kurze Zeit vorher.

Tante Minka war allein, ihre Söhne wurden zum Arbeitsdienst eingezogen und darum übersiedelte sie zu ihrer Tochter Juliska nach Ujpest, die inzwischen dort mit dem angesehenen Anwalt Doktor Jenö Fuchs verheiratet war.

Doktor Jenö Fuchs war Advokat in der Stadt Ujpest, Stadtrat und besaß ungefähr 60 Häuser. Juliska und Jenö hatten zwei Töchter, die ältere Tochter hieß Martha, wir nannten sie immer Tusi, und die jüngere heißt Evi.

Als 1944 die Deportationen von Ujpest nach Auschwitz begannen, waren meine Tante Minka, ihre Tochter Juliska, deren Ehemann Jenö und die zwei Töchter darunter.

Tante Minka, ihre Tochter Juliska und dessen Ehemann Jenö wurden sofort nach Ankunft im KZ Auschwitz vergast.

Tusi war vielleicht 18 Jahre alt als sie von Ujpest nach Auschwitz deportiert wurde und Eva war 16 Jahre alt. Einige Tage, bevor das Lager befreit wurde, starb Tusi an einer Blutvergiftung.

Meine Cousins Zsiga und Laci überlebten den Holocaust. Laci, der Jüngere, wurde Kommunist und arbeitete nach dem Krieg als Staatssekretär im Ministerium für Landwirtschaft in Budapest.

Zsiga war auch Angestellter im Ministerium für Landwirtschaft. Beide waren verheiratet und haben Kinder. Zsiga und Laci starben in Budapest.

Interviewee

Anton Fischer

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