Helene Mayerowicz und Leo Luster

Das ist meine Schwester Helene mit mir zusammen in einem Fotostudio.

Meine Schwester Helene, Helli haben wir sie genannt, ist 1921 geboren.

Ich bin 1927 geboren, war sechs Jahre jünger als meine Schwester. Helli hat sich viel um mich gekümmert, wir hatten eine gute Beziehung zueinander.

Meine Schwester war schon sehr früh in der zionistischen Organisation Hanoar-Hazioni, sie war auch ein ein biss’l zionistisch eingestellt.

Sie hatte viele Freundinnen.

Leo Luster

Österreich

Leo Luster
Stadt: Givatayim
Land: Israel
Datum des Interviews: August 2010
Name der Interviewerin: Tanja Eckstein

Das erste Mal begegnete ich Leo Luster in Wien im Cafe Schottenring. Dort trafen sich einmal im Monat die ehemaligen Hakoah-Spieler. Leo und sein Sohn Moshe waren anlässlich eines Filmvorhabens über Aron Menczer in Wien.

Country: 

Lucia Hellman in der Mollardgasse

Am 11. April 2013 hat auch Österreich die Heldentat unseres Freundes und Lebensretters Reinhold Duschka geehrt, der viereinhalb Jahre lang sein Leben aufs Spiel gesetzt hat, indem er meine Mutter und mich versteckt hat. Diese Tafel befindet sich jetzt am Haus in dem seine Werkstatt war, in der wir den Holocaust versteckt überlebt haben, der Mollardgasse 85a.  

Der Text auf der Tafel lautet:

Helga Janous, Lucia Heilman und Bezirksvorsteherin Susanne Jerusalem

Am 11. April 2013 hat auch Österreich die Heldentat des Reinhold Duschka, der viereinhalb Jahre lang sein Leben aufs Spiel gesetzt hat, um meine Mutter und mich vor dem Holocaust zu retten, anerkannt und gewürdigt, indem in der Gumpendorfer Strasse 85a, dem Haus, indem er uns versteckt hatte, eine Gedenktafel angebracht wurde.

Auf diesem Foto stehe ich mit der Bezirksvorsteherin des 6. Wiener Gemeindebezirkes, Susanne Jerusalem und Helga Janous, der Tochter von Reinhold Duschka, die nach dem Krieg geboren wurde und die eine gute Freundin geworden ist.

Viola Heilman

Das ist meine Tochter Viola.

Eigentlich wollte meine Tochter Viola ihr ganzes Leben die Sahara bewässern.

Deshalb begann sie auf der Universität für Bodenkultur zu studieren.

Nachdem sie dort auf ein ausgesprochenes Bauernnazimilieu gestoßen ist, ist sie nach einer Woche davon gelaufen.

Nun wusste sie nicht, was sie studieren sollte. Sie ließ das Studienbuch entscheiden, es fiel auf bei Publizistik.

Daraufhin hat sie Publizistik studiert und ihr Doktorat gemacht. Sie hat dann viele Jahre bei verschiedenen Zeitungen als Journalistin gearbeitet.

Lucia Heilman mit ihrer Enkeltochter Lilli

Das bin ich während einer Rede im Festsaal der BAWAG anlässlich der Ehrung für Reinhold Duschka als Gerechter unter den Völkern, die ich gehalten habe, mit meiner Enkeltochter Lilli an der Hand.

Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt.

Reinhold Duschka hat das Leben meiner Mutter und mein Leben gerettet, indem er uns 4 und 1/2 Jahre in seiner Werkstatt vor der Deportation und Ermordung gerettet hat.

Reinhold Duschka hat sein Leben die ganzen Jahre riskiert, um eine Frau und ein Kind zu retten.

Lucia und Alfred Heilman bei einem Ausflug auf dem Kahlenberg

Das bin ich mit meinem Mann bei einem Ausflug auf dem Kahlenberg.

Unglaublich! Als ich meinen Mann das erste Mal sah, hab ich ihn angeschaut und war schon verliebt.

Und ihm ging es nicht anders, auch er war sofort in mich verliebt. Ich war noch sehr jung, erst 17 Jahre alt, er war 26 Jahre alt und schon ein reifer Mann.

Ich war trotz meiner Erlebnisse ein junges Mäderl. Ich kam mir sehr erwachsen vor, war’s aber natürlich nicht.

Mein Mann konnte nicht sehr gut Deutsch, aber mit mir musste er Deutsch sprechen, denn ich konnte nicht Polnisch.

Lucia Treister und Alfred Heilmann auf einem Ball der Vereinigung jüdischen Hochschüler

Das sind mein späterer Mann und ich auf einem Ball der Vereinigung jüdischen Hochschüler.

Als ich in der siebenten Gymnasialklasse war, ist mein späterer Mann, Alfred Heilman, eines Tages vor unserer Tür gestanden.

Er wollte meine Mutter besuchen. Geboren war er in Lemberg, überlebt hat er in der Sowjetunion, eine Zeitlang als Soldat der Roten Armee.

Nach dem Krieg fand er seine Geschwister wieder und sie wollten gemeinsam über Wien nach Südamerika auswandern.

Lucia Hellman als Mädchen

Auf dem Foto bin ich 17 Jahre alt.

Ich war eine Exotin in der Schule, die einzige Jüdin. Es gab noch Nazi-LehrerInnen, die versucht haben, mich ungerecht zu behandeln, aber dafür waren die Kinder umso netter zu mir.

Sie haben das ungerechte Handeln durch besondere Freundlichkeit kompensiert. Ich war gut in die Klasse integriert.

Neben mir saß die Klassenbeste, ein sehr nettes Mädchen.

Was mir sehr schwer fiel war Orthografie, denn das ist etwas, was man mit den Jahren lernt.

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