ÜBERLEBEN IN SARAJEWO:
DIE GESCHICHTE von LA BENEVOLENCIJA
WIE JUDEN, MUSLIME, SERBEN UND KROATEN WÄHREND DES BOSNIENKRIEGS ZUSAMMENARBEITETEN
 
 

Die Belagerung Sarajewos durch bosnisch-serbische Truppen dauerte vom Frühling 1993 bis zum Winter 1996 - und wurde somit zur längsten Belagerung der Neuzeit. Elektrizität, Wasser und andere Versorgungsketten wurden unterbrochen, und Hilfsgüter kamen nur unregelmäßig in die Stadt. 11.541 Bürger Sarajewos wurden von Heckenschützen erschossen oder durch Granatwerfer getötet. In dieser unvorstellbaren Situation waren die Einwohner Sarajewos aufeinander angewiesen.


In einer alten, schmucklosen Synagoge gründete eine Gruppe von Holocaust-Überlebenden gemeinsam mit ihren Kindern und Enkelkindern “La Benevolencija”, eine kleine, jüdische Hilfsorganisation. Wer hat dort gearbeitet und mitgeholfen? Juden und Muslime, orthodoxe Serben und katholische Kroaten -- alle, die der Meinung waren, dass eine Volksgruppe sich nie über eine andere stellen solle.


In Sarajewo lebten Juden bereits seit dem 16. Jahrhundert friedlich mit ihren Nachbarn zusammen. Wir erzählen die Geschichte davon, wie die Juden Sarajewos versuchten, ihren Nachbarn etwas zurückzugeben.


Dieses Ausstellungsprojekt basiert auf Edward Serottas Buch Überleben in Sarajevo - “La Benevolencija”: Wie eine Jüdische Gemeinde zum Zentrum der Hilfe und Hoffnung für die Bewohner der Stadt wurde, herausgegeben 1994 vom Brandstätter Verlag in Wien. Eine erste (englischsprachige) Version dieser Ausstellung wurde 2009 durch die finanzielle Unterstützung des JDC (American Joint Distribution Committee) erstellt; dank des BMUKK konnte 2013 auch eine überarbeitete, deutschsprachige Version fertiggestellt werden.


Die einzelnen Panels dieser Ausstellung können Sie sich als .pdfs auf dieser Homepage ansehen. Falls Sie weiter Informationen benötigen, oder die Ausstellung bei sich in der Schule oder Gemeinde zeigen wollen, zögern Sie nicht, sich bei uns zu melden!

Im Bosnienkrieg WAREN JUDEN NICHT DIE OPFER; 
In diesem Krieg haben sie GEMEINSAM mit Muslimen, Serben und KRoaten EIN ZEICHEN GEGEN HASS UND VORURTEILE gesetzt.
Tzitzko, der Koch der jüdischen Gemeinde, arbeitete auf drei Herden: auf einem elektrischen (wenn es Strom gab), einem gasbetriebenen (wenn er einen Kanister Gas bekam) und einem Holzofen