Kitty und Otto Suschny -- Nur Ein Paar Strassen Voneinander Entfernt

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Kitty und Otto gingen beide in Wien zur Schule. 1938 floh Otto nach Palästina, Kitty wurde per Kindertransport nach England geschickt.

Nachdem Otto als Soldat der britischen Armee in Italien das Ende des Krieges miterlebt hatte, ging er als Dolmetscher zurück nach Wien. Auch Kitty kehrte zurück, in der Hoffnung, ihre Eltern zu finden. So lernten sich Otto und Kitty kennen..

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Otto Suschny berichtet, wie sein Vater im Ersten Weltkrieg für die "K&K-" (kaiserlich-königliche) Armee kämpfte. Dies war die Bezeichnung für das gemeinsame Heer Österreich-Ungarns bis zum Ende des 1.Weltkrieges in November 1918. Alle Fotos, die Centropas Interviewpartner mit uns geteilt haben und Angehörige in der K&K- Armee zeigen.

Ottos Vater wurde in einer der Isonzo-Schlachten verwundet. Ein Artikel des Österreichischen Staatsarchivs über die "12. Isonzoschlacht 1917", einer der verlustreichsten Kämpfe des Ersten Weltkrieges.

Historischer Bildatlas mit einer Karte der Isonzoschlacht sowie zeitgenössischen Fotos aus der österreichisch-ungarischen Monarchie.

 

 

 

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Ottos Vater wurde Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs, die im Jahr 1933 per Notverordnung von der austrofaschistischen Regierung unter Engelbert Dollfuß verboten wurde und in der Illegalität weiterwirkte. Hier findest du Hintergrundinformationen zum Austrofaschismus sowie auf der Seite mediathek.com unter dem Suchbegriff Austrofaschismus Zeitzeugeninterviews sowie Original-Tonaufnahmen aus dieser Zeit.

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Der damalige österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg hielt am 11.3.1938 anlässlich des Anschlusses eine Rundfunkansprache an das österreichische Volk, in der er seinen Rücktritt erklärte. Schuschniggs Rede endete mit den berühmten Worten "Gott schütze Österreich". Der Link führt zu einem Original-Tondokument dieser Rede.

Kitty Suschny berichtet von dem Fahnenmeer beim Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938. Eine Fotodokumentation des US Holocaust Memorial Museums (USHMM) dieses geschichtsträchtigen Ereignisses.

Otto Suschny berichtet von der "Reichspogromnacht" im November 1938, in der u.a. ein Großteil der Synagogen in Deutschland und Österreich zerstört wurden. Dieses Internetarchiv beinhaltet die Grundinformationen zu über 2200 deutschen und österreichischen Synagogen. Benutzer des Internets können weltweit Kommentare, Bilder, Links und Zeitzeugenberichte eigenständig hinzufügen.

Hintergrundinformationen zum Pogrom in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938.

In diesem Link der österreichischen Nationalbiliothek kannst du nachlesen, wie österreichische Tageszeitungen über die Reichspogromnacht berichteten.

 

Diese Audio-Tonspur erzählt von den für Wiener Juden einschneidenden Ereignissen des Jahres 1938 - Anschluss an das Deutsche Reich im März und Reichspogromnacht im November desselben Jahres. "Hörspuren" ist ein österreichisches Projekt, das sich auf innovative Weise mit der Geschichte und österreichischen Schauplätzen des Jahres 1938 auseinander setzt. Die für den iPod erhältlichen Audio-Guides lassen Geschichte durch räumliche Konfrontation und ZeitzeugInnenberichte unmittelbar erleben - und HörerInnen im buchstäblichen Sinn "mit Geschichte in Beziehung treten".

 

 

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Hier findest du eine Zeittafel zur NS-Zeit.

Ottos Vater wurde zunächst nach Nisko deportiert.

Sowohl Ottos als auch Kittys Eltern wurden nach Maly Trostinec deportiert, wo sie ermordet wurden. Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DOEW) bietet mehr Hintergrundinformationen zu den Deportationen in das "Reichskomissariat Ostland" zwischen 1941 und 1942.

Eine Dokumentation zu Maly Trostinec mit Fotos und Lagerplänen.

Eine Übersichtskarte aller nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager, bereitgestellt vom israelischen Holocaustforschungs-Institut Yad Vashem.

1947 gründete Simon Wiesenthal mit anderen jüdischen Holocaust-Überlebenden im niederösterreichischen Linz das "Zentrum für jüdische historische Dokumentation", dem auch Otto Suschny angehörte. Das Zentrum wurde 1954 geschlossen, und Simon Wiesenthal übersandte die gesammelten Unterlagen nach Yad
Vashem.

 

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Otto Suschny floh vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach Palästina. Dieser Artikel der ZEIT beschreibt die Geschichte der jüdischen Auswanderung nach Palästina in den 1930er und 1940er Jahren.

Als Zionismus wird die jüdische Nationalbewegung bezeichnet, die sich infolge des Antisemitismus in Europa um 1880 politisch zu organisieren begann und einen eigenen jüdischen Nationalstaat in Palästina anstrebte. Diese Seite der Bundeszentrale für politische Bildung informiert über den Ursprung und die Entwicklungen des Zionismus bis in die Gegenwart.

Ein Artikel der ZEIT zum Begründer des Zionismus, Theodor Herzl.

Otto Suschny verbrachte einige Zeit in einem Kibbutz im heutigen Israel. Dieser Artikel erklärt, was ein Kibbutz ist.

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Zusammen mit ihrer Freundin Ilse wurde Kitty Suschny von ihrer Mutter per Kindertransport nach England geschickt, um sie vor den
Nationalsozialisten zu retten.

Eine kurze Information zu den Kindertransporten, sowie die persönliche Erinnerung einer Zeitzeugin kannst du hier lesen.

Hier findest du Unterrichtsmaterialien zum Kindertransport 1938/1939 nach England, bereitgestellt von erinnern.at.

Ilse und Kitty verließen ihre Heimat vom Bahnhof Wien-Hütteldorf in Richtung England, doch auch von anderen Wiener Bahnhöfen fanden Kindertransporte nach England statt. Am Wiener Westbahnhof wurde 2008 eine Skulptur errichtet, die an den Kindertransport erinnert.

Eine Geschichte des Bahnhofs Hütteldorf, mit Fotos des vom Wiener Architekten errichteten Bahnhofsgebäude.

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Ein Bericht Kitty Suschnys aus ihrer Zeit in England während des Zweiten Weltkriegs.

Kitty Suschny berichtet über ihre Kindheit in Wien.


Otto und Kitty Suschny wuchsen beide im 20. Bezirk von Wien - in Brigittenau - auf. 
Auf dieser Wien Karte findest du den Bezirk Brigittenau im Nordosten der Stadt.

Der an Brigittenau angrenzende Wiener Bezirk "Leopoldstadt" war im frühen 20. Jahrhundert ein kulturelles Zentrum Wiens. Im vom jüdischen Architekten Oskar Marmorek erbauten Theater "Nestroyhof" wurden von 1927-1938 die "Jüdischen Künstlerspiele" mit renommierten jiddischsprachigen Schauspielern aufgeführt. Das Festival setzte sich zunehmend mit Antisemitismus auseinander - ein Grund, weshalb es 1938 im Zuge des Anschlusses von Österreich an Deutschland eingestellt wurde. 1940 wurde das Theater von den Nationalsozialisten "arisiert". Dieser Link führt dich zur Homepage des Theaters Nestroyhof, wo du mehr zu dessen Geschichte erfährst. 

Hier findest du alle Fotos der Familie Suschny.

Otto und Kitty Suschny trafen sich im (mittlerweile nicht mehr existierenden) Wiener Café Beethoven. Dieses Café war im frühen 20. Jahrhundert ein beliebter Literatentreff, und auch der bekannte jüdische Schriftsteller Stefan Zweig war hier oft Gast.

Sämtliche Fotos, die Centropas Interviewpartner in Israel aufgenommen haben.

Während des Krieges lebte Kitty Suschny mit ihrer besten Freundin Ilse in Manchester. Manchester liegt im Nordwesten Englands und ist eine der
größten Städte des Landes. Bekanntgeworden als Zentrum der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, ist Manchester heute vor allem bekannt als bedeutender kultureller Standort und für seine Fußballklubs. Auf dieser Seite findest du einen Stadtplan und Informationen zu Sehenswürdigkeiten.

Sämtliche Fotos aus Centropas Archives, die in Großbritannien aufgenommen wurden.

Links zu deutschsprachigen "Holocaust Education" - Webseiten, zusammengestellt von Yad Vashem.

 

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Dieses Lexikon des Österreichischen Jüdischen Museums in Eisenstadt erläutert gängige jüdische Begriffe von Alef Bet bis Zionismus.

Bei askmoses.com kann man Rabbinern (in englischer Sprache) Fragen zu jüdischen Begriffen stellen.

Otto Suschny berichtet von der "Reichspogromnacht" im Jahr 1938, in der u.a. ein Großteil der Synagogen in Deutschland und Österreich zerstört wurden. Dieses Internetarchiv beinhaltet die Grundinformationen zu über 2200 deutschen und österreichischen Synagogen. Benutzer des Internets können weltweit Kommentare, Bilder, Links und Zeitzeugenberichte eigenständig hinzufügen.

Otto Suschny gehörte zu jenen Juden, die kurz vor Kriegsausbruch nach Palästina (ins heutige Israel) legal emigrierten. Die meisten damaligen jüdischen Flüchtlinge kamen jedoch "illegal" im Rahmen der Aliyah Bet nach Israel.

Otto Suschny kam mit der "Jugend-Aliyah" nach Palästina: mehr über die Gründerin dieser jüdischen Kinder-und Jugendwohlfahrtsorganisation, Recha Freier.

In Tel Aviv, wo Otto Suschny vor seiner Rückkehr nach Europa lebte, finden sich noch heute viele beeindruckende Beispiele von Bauhaus-Architektur, die in den 1920er und 30er Jahren in Europa ihre Hochphase erlebte. Das Bauhaus-Museums in Tel Aviv dokumentiert alle dortigen Bauhaus - Gebäude mit Fotos und Biographien der jeweiligen Architekten (in Englisch), die größtenteils aus Europa stammten.

Dieser Artikel beschreibt das Schicksal von Wiener Juden, die - ähnlich wie Otto Suschny - nach Palästina flohen, doch deren Flucht tragisch endete - die Geschichte des Kladovo-Transports.

Nach ihrer Rückkehr nach Wien begleitete Kitty Suschny ihren Bruder zu einem Essen für jüdische allierte Soldaten, das vom American Jewish Joint
Distribution Committee, kurz "Joint" genannt, gesponsert wurde. Die Organisation wurde 1914 als überseeische Wohlfahrtsorganisation gegründet und konzentrierte sich ab 1933 auf die Unterstützung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und in den von Deutschland besetzten Gebieten. Nach dem Krieg war das JDC die wichtigste jüdische Hilfsorganisation für jüdische Überlebende. Eine Fotodokumentation der Arbeit von JDC im Nachkriegseuropa, erstellt vom US Holocaust Memorial Museum.

Das Festessen im Café Beethoven fand zu Pessach statt, einem jüdischen Feiertag. Auf der folgenden Webseite kann man die Bedeutung sämtlicher jüdischen Feiertage nachlesen.

Die Suschnys leben seit 1946 wieder in Wien. Ein Artikel über jüdisches Leben in der Hauptstadt Österreichs. Ein Artikel über eine Ausstellung im Wiener Jüdischen Museum zum Thema "Juden in Wien nach 1945".

Das Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung dokumentierte von 1997 bis 2007 insgesamt 18 jüdische Familiengeschichten des 20. Jahrhunderts, die dann in Buchform im Metropol-Verlag veröffentlicht wurden.

 

Filmdetails

  • Dauer:
    00:14:51
    Land:
    Österreich

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